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Realitätsnahe Übung der Freiwilligen Feuerwehr: Verunglückter Mitarbeiter der Stadtwerke aus Brunnenschacht gerettet

Aufatmen: Verletzter Mitarbeiter der Stadtwerke wurde gerettet

(vom 13.04.2017)

Die Wasserversorgungsanlagen der Stadtwerke Eschwege GmbH liegen zum Teil schwer zugänglich versteckt im bewaldeten Eschweger Umland. Kann hier ein Verletzter Mitarbeiter der Stadtwerke schnell genug gerettet und versorgt werden? Diese Frage wollen die Verantwortlichen von Stadtwerke und Feuerwehr in einer Übung klären.

Es ist 18:32 Uhr als in Niederdünzebach die Sirene ertönt und in Eschwege die Funkmeldeempfänger der Freiwilligen Feuerwehr piepen. Die Leitstelle meldet, dass ein Mitarbeiter der Stadtwerke Eschwege GmbH bewusstlos in einem Schacht im Wald liegt.

Schon nach kurzer Zeit konnte man die Martinhörner der Fahrzeuge hören. 17 Feuerwehrfrauen und -männer eilten dem Verletzten zu Hilfe.

Bald war das erste Fahrzeug am Einsatzort. „Hier ist die Feuerwehr, können Sie mich hören?", schallte es in den Schacht, doch eine Antwort blieb aus. Der Kollege, welcher neben dem Schacht stand, erklärte, dass laut Messgerät mit keinerlei gesundheitsschädlichen Gasen im Schacht zu rechnen sei. Sein Kollege sei einfach umgefallen.

 

Feuerwehrfrauen und -männer der Freiwilligen Feuerwehr Eschwege
Feuerwehrfrauen und -männer der Freiwilligen Feuerwehr Eschwege nahmen an der realitätsnahen Übung teil.

Weitere Fahrzeuge erreichten die Einsatzstelle. Die Einsatzleitung übernahm Lothar John, Eschweges Stadtbrandinspektor. Ein Kamerad wurde zur Betreuung der Person und zu Lagefeststellung in den etwa vier Meter tiefen Schacht geschickt.

Der Mitarbeiter war mittlerweile wieder bei Bewusstsein und konnte dem Feuerwehrmann sagen, dass er seine Beine nicht mehr spüre und er Schmerzen im Rücken habe.

Oben am Schacht wurde währenddessen alles für eine Rettung des Verletzten vorbereitet. Ein Spineboard sowie eine Cervicalstütze (umgangssprachlich Halskrause) wurden herabgelassen, um den Verletzen möglichst schonend aus dem Schacht zu holen. Außerdem stieg auch ein Feuerwehrsanitäter herab, um den Verletzen medizinisch zu betreuen.

 

Messung der Atemluft im Schacht
Vor dem Besteigen des Schachts wird mit einem Messgerät geprüft, ob mit gesundheitsschädlichen Gasen im Schacht zu rechnen ist.

Nachdem der Verletzte für den Transport nach oben bereit war, wurde er mit Hilfe der Absturzsicherung, eines Rollenmechanismus und Muskelkraft aus dem Schacht gerettet.

Nun erklärte Sven Rathgeber, stellvertretender Stadtbrandinspektor, die Übung für beendet. „Es war ein realitätsnahes Szenario, welches uns jeden Tag treffen kann. Neben der Brandbekämpfung zählt vor allem auch die technische Hilfeleistung zu einem der Kerngebiete der Feuerwehr“, so Rathgeber.

Daniel Hassenpflug, welcher den Verletzten Monteur mimte, sowie die zwei Leitenden Meister für Wasser der Stadtwerke Dieter Meyer und Andreas Schüttemeyer waren sichtlich erleichtert. Dieter Meyer, welcher die Übung mit Sven Rathgeber ausgearbeitet hatte und seine Kollegen arbeiten täglich an solchen Schächten. Deshalb ist es umso wichtiger hier den Ernstfall zu trainieren.

 

Daniel Hassenpflug, welcher den Verletzten Monteur mimte, sowie die zwei Leitenden Meister für Wasser der Stadtwerke Dieter Meyer und Andreas Schüttemeyer waren sichtlich erleichtert.

Auch Markus Lecke, Geschäftsführer der Stadtwerke Eschwege GmbH, hat es sich nicht nehmen lassen, die Übung vor Ort kritisch zu verfolgen. „Neben der guten Übungsmöglichkeit für die Feuerwehr bietet uns solch eine Übung auch einen enormen Vorteil. Die Feuerwehrleute kennen nun unsere Schächte und können im Ernstfall viel schneller und zielstrebiger unsere Mitarbeiter versorgen und befreien“, so Lecke.

Nach den üblichen Aufräumarbeiten trafen sich alle nochmal zur Abschlussbesprechung im Feuerwehrgerätehaus in Niederdünzebach.

 

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