Wald

Erneuerung Ihrer Fenster - Was Sie beachten sollten.

Fenster_Austausch

(vom 18.06.2013)

Schneller als erwartet kommt derzeit eine neue Fenstergeneration mit gedämmten Rahmen und einer Dreifach-Wärmeschutzverglasung auf den Markt.

Hersteller bieten bereits für 400 Euro zuzüglich Einbau gute Lösungen an. Bei der Dreifach-Wärmeschutzverglasung können U-Werte von 0,8 W/(m²K) für das Fenster erzielt werden. Voraussetzungen sind: Gedämmte Fensterrahmen + Kunststoff- Randverbund. Der Rahmenanteil am Fenster-Rohbaumaß beträgt gut 25 bis 30 Prozent. Der Rahmen sollte deshalb die Dämmqualität der Verglasung aufweisen. Energiesparrahmen aus Holz, Holz- ALU oder Kunststoff glänzen mit U-Werten (Wärmedurchgangskoeffizient) von 0,7 bis 0,8 W/(m²K). Diese Rahmen sind durch schlankere Abmessungen auch für die Fenstererneuerung interessant. Die Glasfläche verkleinert sich kaum (Belichtung). Gedämmte Rahmen sind auf der Innenoberfläche wärmer und senken die Feuchte- und Schimmelgefahr am Anschluss zur Laibung. Die drei Scheiben werden durch einen umlaufenden Abstandhalter verbunden und abgedichtet. Der kann statt aus Aluminium auch aus Kunststoff gewählt werden.

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Das alte Fenster hat nach 35 Jahren seine beste Zeit hinter sich.

An sehr kalten Tagen beschlägt die innere Scheibe im Bereich des Randverbundes damit weniger häufig von innen. Da die neuen Fenster luftdichter sind, erhöht sich nach dem Fenstertausch häufig die Luftfeuchtigkeit im Haus. Wo feuchtwarme Luft auf kalte Außenbauteile stößt, entsteht ein Feuchtefilm, in dem der Schimmel wachsen kann. Hierauf muss man fortan achten und durch aktives Lüften Schimmelpilzbildung vermeiden. Eine spätere Dämmung der Außenwände reduziert auch dieses Problem. Dies beweist eine Studie von zwei Hygienelehrstühlen am Beispiel von 5.100 deutschen Wohnungen: Je besser die untersuchten Objekte gedämmt waren, desto weniger Schimmel wurde angetroffen - auch bei dichten Fenstern. 

Fenster kann man auch als „passive Sonnenkollektoren" bezeichnen. Rund 250 Liter Heizöl pro Jahr werden bei einem Einfamilienhaus durch die Solareinstrahlung über Fenster gespart. In unseren Breiten kommt es aber nicht auf die Größe der Südfensterfläche an. Wichtiger ist, dass die ins Haus gelassene Sonnenwärme in den langen dunklen Stunden des Wintertages und der Nacht nicht wieder verloren geht. Dezember und Januar haben zusammen z. B. nur durchschnittlich 90 Sonnenscheinstunden. Wärmeschutz-Isolierverglasung gewährleistet beides: Sie lässt die Sonnenwärme ins Haus und hält durch ihre Dämmwirkung die kostenlose Sonnenenergie über Nacht weitgehend im Haus. Ein Roll- oder Klappladen hilft hier zusätzlich. Bei Dreifachverglasung verhindern Rollläden auch ein neues Phänomen: Nach frostklaren Winternächten sind morgens die Scheiben nämlich manchmal beschlagen - von außen.

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Das neue Fenster wird eingesetzt.

Die Kosten für neue Fenster liegen im Wohnungsbau bei 300 bis 500 Euro pro Quadratmeter. Auch hier gilt es, eine ohnehin erforderliche Fenstererneuerung zur Energiesparinvestition zu machen. Dann fallen nur die Mehrkosten für die besseren Qualitäten an. Und diese sparen Sie bei den Heizkosten wieder ein. Der Barwert der Heizkosteneinsparung beträgt etwa 100 Euro über 25 Jahre, also rechnet sich auch eine Dreischeibenverglasung. Und mehr Behaglichkeit lässt sich nicht in Zahlen ausdrücken.

Weitere Informationen: Unter http://www.hessische-energiespar-aktion.de/ gibt es 14 Energiesparinformationen mit detaillierten Hinweisen zu den wichtigsten Energiespartechniken, den Fragebogen zum „Energiepass Hessen" - derzeit zum rabattierten Preis von 37,50 Euro sowie eine Energieberaterliste.

Die „Hessische Energiespar-Aktion" ist ein Projekt des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

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