Umwelt

Keller mit Köpfchen kühlen - Warum im Sommer Vorsicht geboten ist.

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(vom 27.06.2016)

Die „Hessische Energiespar-Aktion“ informiert zum Thema Kellerlüftung.

„Bei hohen Temperaturen von über 30° Celsius wächst die Gefahr, dass es bei der Kellerlüftung zu Feuchteschäden kommt. Im Sommer werden Wände, Decken oder Fußböden vieler Keller feucht, weil ihre Besitzer bei warmen Außentemperaturen den Keller gut durchlüften“, so Werner Eicke-Hennig, Programmleiter der „Hessischen Energiespar-Aktion“.

Die Ursache: Der Keller ist kalt, die beim Lüften hereinkommende Außenluft im Sommer aber warm und feucht. Diese warmfeuchte Luft kühlt sich an den Kellerwänden und sonstigen Bauteilen ab, und der in der Luft enthaltene Wasserdampf kondensiert. Optimal wird der Keller im Sommer nur in kühlen Nächten oder an kühleren Tagen gelüftet.

„Weil kältere Luft weniger Wasserdampf enthalten kann als Warme, kommt es zu Tauwasserniederschlag an allen kalten Bauteilen. Dieses Kondenswasser bildet dann feuchte Flecke im Putz und man fragt sich: „Wo kommen die her? Ich habe doch gelüftet!“ Dass die Kellerlüftung im Sommer gerade die Feuchteursache ist, wissen die wenigsten“, so der Energieexperte weiter.

„Bei alten Häusern mit Natursteinmauern oder auch kalten Steinböden gibt es dasselbe Problem. An einer alten bayerischen Klosterkirche fand ich im Sommer das Schild: „Tür bitte wegen Lüftung offen halten“. Der Küster sagte mir, sie hätten unerklärlicherweise jeden Sommer Feuchteschäden in der Kirche und deshalb lüfteten sie. Was er nicht wusste: Damit wurden die Schäden erst verursacht oder verstärkt“, so Eicke-Hennig.

Einen Tipp hat Eicke-Hennig: „Messen Sie im Sommer die Temperatur der Kellerbauteile mit einem kleinen Laserthermometer. Damit bekommen Sie ein Gefühl für die Verhältnisse. Bei kühlen Bauteilen unter 12° Celsius in den Monaten Mai bis September sollten die Kellerfenster besser geschlossen bleiben.“

Informationen zur „Hessischen Energiespar-Aktion“ unter www.energiesparaktion.de.

Informationen zum Energieberatungsangebot der Verbraucherzentrale Hessen unter www.verbraucher.de.

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