Umwelt

Sommerhitze unterm Dach - Was Sie dagegen tun können.

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(vom 29.07.2013)

Heiße Dachräume im Sommer sind eine Qual, kommen aber leider immer noch massenhaft vor. Hinzu kommt, dass unter dem Dach häufig die Schlafzimmer liegen. Ohne nächtliche Abkühlung im Raum geht oft gar nichts mehr. Die richtige Dämmung schafft Abhilfe.

In Altbauten und auch Neubauten, die nur gemäß den gesetzlichen Anforderungen gedämmt wurden, können die Innentemperaturen in Dachzimmern schnell über 30 Grad Celsius liegen. Die Temperaturen der Dacheindeckung betragen bei Sonneneinstrahlung über 60-70 °C.

Um Überhitzungen von Dachräumen im Sommer zu vermeiden sind drei Dinge wichtig:

  1. Gute Wärmedämmung der Dachflächen, nicht unter 20 cm Dämmstoff.
  2. Die Unterstützung des Wärmeschutzes durch innen liegende Wärme speichernde Bekleidungen der Schrägen.
  3. Außen liegende Verschattungseinrichtungen an Fenstern (Rollläden, Klappläden an Gaubenfenstern, Jalousien bei Dachflächenfenstern).

Abhilfe schafft eine gute Dämmung des Daches: Was im Winter nachweislich gegen Wärmeverluste hilft, verhindert im Sommer das Eindringen von Sonnenwärme. Dem Dämmstoff ist es egal, von welcher Seite die Wärme fließt. Seine Eigenschaft ist es, den Wärmestrom zu reduzieren.

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Quelle: Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz; Energiesparinformation 06

„Deshalb wird es in gedämmten Häusern im Sommer auch nicht wärmer, weil die Wärme nicht mehr heraus kann, wie oftmals behauptet wird. Richtig ist: Die Wärme kommt bei gut gedämmten Dächern erst gar nicht rein", so Werner Eicke-Hennig, Leiter der „Hessischen Energiespar-Aktion", ein Projekt des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Unsere Empfehlung für Altbauten: Mindestens 20 cm Wärmedämmstoff auf oder zwischen und unter den Sparren, bei Neubauten nicht unter 25 cm Dämmung oder mehr (bei kfw-Effizienz-Haus, aktuelle Förderkonditionen im „Förderkompass Hessen" unter http://www.energieland.hessen.de/)

Da der alte Sparren meist nur 12 cm hoch ist, können Aufdoppelungen des Sparrens durch Kanthölzer (8-10 cm) von oben oder eine Zusatzdämmung zwischen der Traglattung für die Innenbegleitung helfen, eine gute Dämmdicke zu ermöglichen. Und ein weiterer Tipp: Bauen Sie raumseitig zur Dämmschicht eine massereiche Schicht ein. Das kann z.B. eine 20 mm Hartfaser- oder Holzweichfaserplatte oder 12 mm Zementfaserplatte o.ä. sein. Massereiche Schichten dämpfen die täglichen Temperaturspitzen zum Innenraum hin. Achtung: Auch die Seitenwangen der Gauben benötigen einen guten Schutz gegen die Sommerhitze. Ganz wichtig ist die Verschattung von Dachflächen- und sonstigen Fenstern im Dach. Kann die Sonne zum Fenster hinein, steigen die Raumtemperaturen doch wieder beträchtlich an.

Das Hessische Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz bietet Ihnen eine Informationsbroschüre zum Thema "Wärmedämmung von geneigten Dächern - Wissenswertes über Wärmeschutz im Dach" an. Informieren Sie sich.

Quelle: Die „Hessische Energiespar-Aktion" ist ein Projekt des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

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